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Beteiligungsprojekt: StadtLeben am Fluss

von sichartZuletzt verändert: 25.10.2006 13:39


Leitbild

Schaffung einer ufernahen und durchgängigen Uferpromenade an der Fulda als Vorhaben zur Revitalisierung und Aufwertung der Kasseler Innenstadt und der flussnahen Bereiche.
Entwicklung des Kasseler Kunstparcours an der Fulda, Kunst im öffentlichen Raum, Orte für Musik-, Theaterveranstaltungen und Performances. Schrittweise Umsetzung des Vorhabens (Patchwork) in Kooperation mit allen an der Fulda platzierten und engagierten Privatleuten, öffentlichen Institutionen, Verbänden und Vereinen.
Ziel:Bündelung aller gesellschaftlichen und privaten Kräfte innerhalb einer identitätsstiftenden „Kasseler Bürgerbewegung“ vergleichbar etwa zur Aktion Herkules.

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Hintergrund

Kassel verdankt seine Existenz dem Fluß, genauer gesagt, der Furt und den schützenden Erhebungen darüber, wo über viele Jahrhunderte Befestigungsanlagen und das Kasseler Schloss standen. Das Rondell, direkt an der Fulda, als bauliches Überbleibsel der Befestigungen, zeigt anschaulich, warum gerade hier die Stadt am Fluss entstand. Sie brauchte den Fluss als Handelsweg, als Verteidigungs- und Versorgungslinie. Über die Jahrhunderte war diese Einsicht notwendiger Ankerpunkt im Bewusstsein seiner Bewohner. Mit der Erschließung neuer Handelswege, der Entwicklung neuer Techniken, der Strassen und Schienenstränge verlor der Fluß an Bedeutung und mit der nahezu vollständigen Zerstörung der Stadt im Jahr 1943 verloren seine Bewohner das Bewusstsein für den prägenden Charakter der Flusslandschaft in der Stadt und der ihr innewohnenden städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten. Der Fluß wurde weitgehend als kostenträchtiges Verkehrshindernis wahrgenommen.

In den 80-iger Jahren setzte ein Umdenken ein. Neben der Stärkung des Auedamms als zwischen Bundesgartenschaugelände und der Karlsaue gelegenes, zentrumnahes Erholungsgebiet, entstand mit der „Wiederbegründung der Unterneustadt“ ein neues Quartier am Fluss. Kassel, die Stadtgesellschaft, entdeckte seine ausgesprochen reizvolle Lage am Fluss neu.

Aufgabe von StadtLeben am Fluss

Der Beitrag will als Beteiligungsprojekt im Gespräch mit allen Interessierten und Beteiligten die Flusspromenade revitalisieren, wo sie im Verborgenen ruht und dort weiter entwickeln, wo Lücken zu schließen sind.

Der Weg zum StadtLeben am Fluss

Eine Reihe von Uferspaziergängen, von Bürgertreffen im Willi-Seidel-Haus, haben die Wegebeziehungen an der Fulda wieder in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Die Bewohner der Stadt, die Vereine am Wasser und die öffentlichen Institutionen, Parteien und die Verwaltung der Stadt sind eingeladen, sich zu beteiligen.

Das Ziel von StadtLeben am Fluss

Aktuell gibt es eine Reihe von kurzfristig wirksamen Maßnahmen, die den Uferweg, bzw. die Fuldapromenade weiterentwickeln würden. Weitere mittel- und langfristige Maßnahmen sind über die Bürgerbeteiligung wieder in der Diskussion, wie etwa ein Flussbad, die Fuß/Radbrücke zwischen Wallstraße auf der einen Flussseite und dem Polizeiverwaltungsgebäude/Karlshospital auf der anderen, wie die Entwicklungsmöglichkeiten der Ruine des Karlshospitals selbst.

Der Kunstparcours mit StadtLeben am Fluss

Kassel entwickelt sich weiter als Stadt der Kunst. Die „Spitzhacke“ von Claas Oldenburg auf der Regattawiese an der Fulda nahe der Orangerie, Der „Blue Dancer“ von Kasuo Katase über der Fulda, Die „Zöllner“ von Otto Fischer im Zollmauerpark; Kunst im öffentlichen Raum. Hier gilt es weitere Schritte zu tun zu einem Kunstparcours am Fluss, um dem Ziel einer durchgehend attraktiven und unverwechselbaren Uferpromenade beidseits der Fulda näher zu kommen. Hier kann Kassel sein Profil als Stadt der Künste schärfen. Der Besucher des Fuldaufers flaniert am Wasser, oder ufernah von einem Standort zum nächsten. Über die Distanz erschließt sich der Kasseler Kunstparcours. Welcher Stadt in Deutschland, wenn nicht der Dokumentastadt Kassel, stünde dieser Kunstparcours besser an. Sollten die städtischen Gremien den herausragenden Stellenwert des Projektes erkennen, so werden sie diesen Entwicklungsprozeß fördernd begleiten, bzw. sie schaffen die planerischen Voraussetzungen und treiben die Umsetzung so zeitnah voran, dass das Ziel, im Jahr 2006 erstmals die Uferpromenaden als durchgehenden Weg beidseits der Fulda ausweisen zu können erreicht wird, und bis 2010 eine schlüssige bauliche und künstlerisch qualitätvolle Kasseler Kunstpromenade am Fuldaufer realisiert ist.

StadtLeben am Fluss entwickelt die Uferpromenade als Beitrag zur Stadtentwicklung, wie zur weiteren Stärkung des Kunststandortes Kassel. Alle Bürger und Bürgerinnen Kassels, alle Freunde und Förderer der Stadt sind eingeladen und aufgerufen, diese Entwicklung gemeinsam voranzutreiben.


Termine
Bürgertreffen Willi-Seidel-Haus, Kassel,
17.09.2010
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